iPad – das aufregendste Tor ins (Social-)Web – Teil 2
Willkommen zum zweiten Teil unserer iPad-Trilogie! Heute wollen wir das enorme Potenzial dieses ersten wirklich erfolgreichen Tablet-Geräts näher beleuchten. Das iPad ist konsequent auf die mobile Nutzung ausgelegt und kann dadurch in Welten vordringen, wo zuvor noch nie ein Apple-Produkt gesichtet wurde – bis auf den Newton oder das iPhone vielleicht.
Von der Eventbranche bis zur Logistik
Auch die Event- und Promotionbranche sieht im iPad eine große Chance. Besonders das ausgezeichnete Display, die Handlichkeit sowie die intuitive Bedienung des Geräts verzaubern diesen Dienstleistungssektor. Darüber hinaus sind Entwickler und Programmierer mit Hochdruck dabei, komplexe, relevante, differenzierende Anwendungsmöglichkeiten im Pre-Sale, After-Sale, im Außendienst und in der Werbung, aber auch bei logistiknahen Services zu entwickeln. Wir sind gespannt!
Bei ihrer Ausrichtung setzen die Verantwortlichen dabei auf die hohe Nutzbarkeit der Apps – getreu dem Motto „Become a source of interest“. Die Exerpten wissen: nur Apps, die im Alltag der User einen wirklichen neuen Nutzwert bringen, werden angenommen.
Und was macht die PR?
Die PR sieht im iPad natürlich ein neues, faszinierendes Medium. Die Vorreiter z.B. von mehrwertigen Produktpräsentationen oder interaktiven iPad Press Kits sitzen (wie so oft) noch überwiegend in den USA. Aus Deutschland ist bisher noch nicht viel zu hören und zu sehen. Das wird sich aber in den nächsten Wochen bzw. Monaten ändern. Man darf also auch hier gespannt sein!
Die iPad Press Kits – eine Revolution?
So wie die Social Media Newsrelease die klassische Pressemitteilung langsam aber sicher revolutionieren wird, werden auch die multimedialen iPad Press Kits neue Möglichkeiten der Ansprache von Journalisten, Bloggern und anderen Influencern bieten. Statt Lichtbild, findet man dann Bewegtbild, statt statischen Fotos werden interaktive Animationen und Querverlinkungen ins World-Wide-Web die Journalisten (hoffentlich) für die Pressinfos begeistern. Indem sie mehr Inhalt schneller konsumierbar bieten. Und nebenbei auch unterhalten.
Bei den interaktiven Animationen gibt es sogar ein Beispiel aus Deutschland. Die Berliner Medienagentur Compuccino ist gerade dabei Rundumansichten von Produkten (360 Grad) zu erstellen und iPad-tauglich zu gestalten…
Mindestens zwei gute Gründe für „iPad-PR“
Grob kann man zwei Hauptgründe ausmachen, warum sich die PR mit dem iPad auseinandersetzen sollte. Auf der einen Seite kommen die Verlagshäuser mit neuen HD-Apps für das iPad (z.B. WeltHD, Brandeins) auf den Markt. Diese Apps ermöglichen es „Zeitungen“ erstmals mit multimedialen Inhalten z.B. Videos anzureichern und gleichzeitig den „Look and Feel“ einer Printausgabe zu erhalten. Unternehmen und ihre Agenturen müssen viel mehr in Bewegtbild denken, Beiträge online- und iPad-gerecht aufbereiten und so das Thema oder Produkt attraktiv inszenieren.
Natürlich ist dies im „normalen“ Web auch schon heute möglich – nur das iPad bietet andere Nutzungsszenarien und (siehe Teil 1) holt den Konsumenten in seinem „Lean-Back“ auch auf dem Sofa oder dem Straßencafé ab. Informationen werden so entspannt und ohne Zeitdruck aufgenommen (Couchpotatos) und sind auch mobil leichter konsumierbar (always-on).
Auf der anderen Seite kann die PR die schon erwähnten Vorteile bei den neuen HD-Apps auch für die eigenen Pressemitteilungen, Mircopages und Blogs nutzen. Inhalte werden durch das iPad einfach „bergreifbarer“, mobiler und überall konsumierbar – das iPad macht die Echtzeit-PR damit erstmals möglich.
So ist die PR besonders dann gefragt, wenn es darum geht, dem iPad-nutzenden Journalisten Modelle, Schaubilder, Infographiken anschaulich zu gestalten und direkt auf das iPad zu „pushen“ und dies zur richtigen Zeit und am richtigen Ort – eben in Echtzeit. Denn Information ist immer Wissen in Aktion.
Eine Chance für die Unternehmenskommunikation
Aber auch Unternehmen und deren Kommunkationsabteilungen (Corporate Communications) sehen die einmalig große Chance, die sich durch das iPad eröffnet. Unternehmensinformationen können durch eigene Apps günstig, mit hohem Nutzen und hoher Aufmerksamkeit an ständig wachsende, attraktive Zielgruppen verbreitet werden. Dabei weisen die Apps nicht mehr die typischen Beschränkungen einer normalen Print-Ausgabe auf – also: Herz, was willst du mehr?
Diese kleine Medienrevolution findet natürlich nicht über Nacht statt. Menschen müssen überzeugt und Inhalte angepasst werden, Kommunikatoren müssen umdenken und das iPad muss sich erst mal verbreiten. In den Haushalten, aber auch in den Redaktionen. Aber aufzuhalten ist sie nicht mehr – da sind wir uns sicher. Mehr dazu im dritten Teil …


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