Social Media Guidelines für Klenk & Hoursch

Jun 14, 2010 2 Kommentare von
Unser Weg zu eigenen Social Media Guidelines

Selbstbild

Social Media Guidelines sind nicht nur „Verhaltensregeln“ für das Unternehmen und seine Mitarbeiter, sondern Social Media Guidelines sind auch immer ein Statement eines Unternehmens über seine interne Kultur und sein Selbstverständnis. Auch wir wollten unsere Agenturkultur – wir nennen sie Verfassung – in den Guidelines wiederfinden.

Am Anfang war ein weißes Word-Dokument

Unser Social Media Team machte sich an die Arbeit und entwarf erste Drafts. Diese entsanden noch wenig kollaborativ mit Hilfe einer herkömmlichen Textverarbeitung. Im nächsten Schritt entschlossen wir uns nicht nur über Social Media zu schreiben, sondern das Social Web zu leben und stellten eine Vorabversion der Guidelines in unser internes Wiki. Was folgte? Eine rege Beteidigung und eine spannende Diskussion aller Mitarbeiter. Im Wiki wurde redigiert und versioniert, umgestellt und gestrichen.

Die Lösung: Crowdsourcing

Das interne Wiki stellte sich als ideale Basis für das kongeniale und kollabrative Arbeiten an den Social Media Guidelines heraus. Die geballte Schwarmintelligenz der Agentur-Mitarbeiter führte zu einem fruchtbaren Ergebnis, welches in einem kleineren Kreis nochmals zur Diskussion gestellt und schließlich mit nur geringen Änderungen abgesegnet wurde.

Auch bei diesem Abstimmungsprozess war das oberste Ziel die Übereinstimmung unserer Verfassung mit den Guidelines. Natürlich sollten sich die Mitarbeiter mit den Guidelines indentifizieren können. Es sollten ihre Guidleines sein und nicht nur die der Agentur. Denn nur wenn die Guidelines gelebt werden, werden diese zu Social Media Guidelines.

Hier das Ergebnis:

Klenk & Hoursch Social Media Guidelines

Wir begreifen das Social Web als große Chance und ebenso große Herausforderung für die Unternehmenskommunikation. Wir ermutigen daher unsere Mitarbeiter zu bloggen, zu twittern und aktive Teilnehmer in sozialen Netzwerken zu sein. Auch im Social Web streben wir nach der richtigen Hirn-Herz-Hand-Relation. Und: Es regiere der gesunde Menschenverstand! Darüber hinaus halten wir uns an folgende Regeln:

1. Transparent: Sei offen, spiele nicht mit verdeckten Karten und täusche keine falschen Tatsachen vor. Wenn Du willst, schreibe auch über Deinen Beruf, Deinen Arbeitgeber, über Kommunikation. Spreche oder schreibe jedoch nie über Kunden oder über Projekte von Kunden ohne die ausdrückliche Genehmigung der Kunden oder der Geschäftsführung.

2. Anspruchsvoll: Kommunikation unter Freunden ist oft banal, auch im Internet. Das ist in Ordnung. Versuche aber immer dort, wo es um berufliche Themen geht, auf hohem Niveau zu kommunizieren. Sei umsichtig, gut informiert, nie arrogant oder besserwisserisch. Weniger ist mehr.

3. Bewusst: Achte auf Deine „Digital-ID“. Ob Du willst oder nicht, Privates und Berufliches verschwimmen. Du bist im (Social) Web immer auch als Repräsentant von Klenk & Hoursch identifizierbar. Schreibe nichts, was ein Mitbewerber gegen Dich bzw. gegen die Agentur oder einen Kunden verwenden kann! Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist – dann lasse es! Plaudern über vertrauliche Informationen, negatives Blogging bzw. Microblogging können unangenehme rechtliche Konsequenzen haben für Klenk & Hoursch oder Dich.

4. Smart: Es ist gut eine Meinung zu haben, doch überlege gut, wie und wo Du Deine Meinung vertrittst. Es ist nicht smart, andere anzugreifen oder gar Schmähkritik zu üben. Respektiere die Meinungen anderer. Unterläuft Dir mal ein Fehler, gib es zu und korrigiere ihn so schnell wie möglich. Denke immer daran, dass Du ein Kommunikationsprofi bist.

5. Korrekt: Nicht alles was Du „besitzt“, ist Dein Eigentum! Beachte die Rechte anderer. Stelle keine Bilder oder andere Inhalte von anderen Personen ins Netz. Einfache Regel: Was nicht von Klenk & Hoursch erstellt und freigegeben wurde und was nicht von Dir stammt oder Dein Eigentum ist, gehört nicht ins Netz.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel auf  klenklhoursch.de

Allgemein, Blog, Corporate Communications, Externe Kommunikation, Interne Kommunikation

Der Autor ...

Michael Manger, 32, arbeitet als Social Media Consultant bei Klenk & Hoursch, denkt nach über Webdesign, die Zukunft des Internets, Social Media und PR 2.0, mag inspirierende Medien, gute Bücher und digitale Kunst.

2 Antworten to “Social Media Guidelines für Klenk & Hoursch”

  1. Atmen Sie tief durch ® » Blog Archiv » Media Ermunterung und deutsche Rechtsprechung says:

    [...] sind Social Media Guidelines ja nichts anderes als ein “Benimm 2.0 Knigge” oder “gesunder Menschenverstand”. In Worte gefasst und damit abmahnfähig. Aber ist diese Kultur der Angst nicht der Tod jedes [...]

  2. Social Media Governance 2010 says:

    [...] Wichtig: Die Social-Media-Guidelines sind die Spielregeln für die Governance-Prozesse. Die Guidelines definieren also die Nischen und das Habitat für Kampagnen und Mitarbeitern im Social Web bzw. bei Social-Media-Engagements. Guidelines geben Orientierung und Sicherheit. (Die Social-Media-Guidelines von Klenk & Hoursch) [...]

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